S-Bahn-Planung

S-Bahn-Planung

Die S-Bahn – das Rückgrat des ÖPNV in der Region

Im Ballungsraum München spielt die S-Bahn eine gewichtige Rolle.
Ihre Leistungsfähigkeit und ihr Erscheinungsbild prägen die Qualität
des öffentlichen Nahverkehrs im gesamten MVV-Raum.

Das S-Bahn-System wurde 1972 für täglich rund 250.000 Fahrgäste
konzipiert. Zwischenzeitlich nutzen es rund 800.000 Reisende
täglich. Daher wird es kontinuierlich ausgebaut.

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aktuell: Barrierefreier Ausbau S-Bahnhof Pasing

Der viertgrößte Bahnof in Bayern hat eine durchschnittliche Tagesfrequenz von rund 85.000 Personen. Nun wird er bis 2012 ausgebaut, so dass ein nahezu stufenloser Zugang in die Züge ermöglicht wird und mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sowie Fahrgäste mit Gepäck, Kinderwagen oder Fahrrad bequem und barrierefrei mit Aufzügen oder Rolltreppen zu den Bahnsteigen gelangen. Insgesamt werden rund 35 Millionen Euro bereitgestellt.

Folgende Maßnahmen sind vorgesehen:

  • Barrierefreier Ausbau der S-Bahnsteige (Gleise 4/5 und 6/7) mit einer Bahnsteigaufhöhung auf 96 cm. Bauausführung von April 2008 bis September 2010.
  • Barrierefreier Ausbau der Regional- und Fernbahnsteige (Gleise 2/3 und 8/9) mit einer Bahnsteigabsenkung auf 76 cm. Bauausführung von Mai 2009 bis September 2011.
  • Die Bahnsteige erhalten barrierefreien Zugang über Aufzüge und die vorhandene Fußgängerpassage sowie über eine eingehauste Rampe an das öffentliche Wegenetz am
    Nordausgang.
  • Zusätzlich werden pro Bahnsteig zwei Fahrtreppen vorgesehen.
  • Weiterhin wird an der östlich gelegenen Rad- und Fußgängerunterführung für jeden Bahnsteig
    eine Treppe vorgesehen.
  • Die Bahnsteiglängen werden der betrieblichen Aufgabenstellung angepasst; die S-Bahnsteige
    auf 210 m verkürzt, der Regionalbahnsteig auf 320 m verlängert und der Fernbahnstieg bleibt in
    der Länge mit 410 m gleich.

Terminplanung:
  • Erneuerung der östlichen Rad- und Gehwegunterführung mit Einbau neuer Treppen zu den Bahnsteigen bis vsl. November 2008.
  • Neue Treppen und eine Rampe am Nordausgang der Hauptbahnsteigunterführung für den barrierefreien Zugang zur Unterführung - bis vsl. Oktober 2008.
  • Einbau von Treppen und Aufzügen sowie Rolltreppen von der Bahnsteigunterführung zu den S-Bahnsteigen - vsl. Oktober 2008 bis November 2009).
  • Erhöhung der S-Bahnsteige auf 96 cm. Dabei werden die Bahnsteigkanten, der Bahnsteigbelag und die Bahnsteigdächer erneuert. Eine moderne und funktionelle Bahnsteigausstattung wird installiert. Außerdem werden die Bahnsteige mit einem taktilen Leitsystem für sehbehinderte Menschen ausgestattet - vsl. Oktober 2009 bis Mai 2010.

Anschließend werden bis 2012 die Regional- und Fernverkehrsbahnsteige barrierefrei ausgebaut.

Zeitgleich realisiert die Landeshauptstadt München das Verkehrskonzept Pasing. Die Nordumgehung Pasing (NUP) wird künftig parallel zu den Bahngleisen zwischen Bahnhofsgebäude und Bahnsteige verlaufen. Zur barrierefreien Verknüpfung der NUP mit dem darunter verlaufenden Fußgängertunnel zu den Bahnsteigen wird ein Terminalgebäude errichtet.

 Verkehrskonzept Pasing

aktuell: Barrierefreier Ausbau aller S-Bahn-Stationen

Die Stationen der Münchner S-Bahn werden sukzessiv barrierefrei ausgebaut. Dann ist der Bahnsteig auch für mobilitätseingeschränkte Personen entweder über Rampen oder Aufzüge erreichbar und die Bahnsteighöhe beträgt 96 cm, damit der Einstieg in das S-Bahn-Fahrzeug ET 423 stufenlos ist. Im Rahmen eines 100-Millionen-Euro-Landesprogramms werden alle Stationen der S-Bahn München mit mehr als 1.000 Ein- und Aussteigern nach Vorgaben der Barrierefreiheit gestaltet.

Für die nachfolgend genannten Stationen steht der barrierefreie Ausbau in Kürze an: Ebersberg, Possenhofen, Ottenhofen, Herrsching, Harthaus, Harras, Berg am Laim, Westkreuz und Oberschleißheim.

Für die S-Bahn-Stationen Stachus und Isartor sind Aufzüge geplant.

Linie A

Planung: Ausbau Linie A

Die Linie A wird weiter in das S-Bahn-System integriert. Derzeit wird geplant, die 29 km lange eingleisige Dieselstrecke zu elektrifizieren und die Infrastruktur auszubauen. Schwerpunkte sind der Bau eines circa 3 km langen zweigleisigen Begegnungsabschnitts bei Schwabhausen, der Ausbau des Haltepunktes Erdweg zum Kreuzungsbahnhof, die Anpassung des Bahnhofes Dachau Stadt sowie der barrierefreie Ausbau von Stationen und der Rückbau des Kreuzungsbahnhofes Indersdorf zum eingleisigen Haltepunkt.

Zukünftig können auf der Strecke S-Bahn-Fahrzeuge vom Typ ET423 eingesetzt werden. Sie verkehren gänztägig im Stundentakt und sind auf die S2 durchgebunden. Somit ermöglichen sie eine umsteigefreie Verbindung in die S-Bahn-Stammstrecke. In den Hauptverkehrszeiten ist ein 30-Minuten-Takt vorgesehen. Die Inbetriebnahme ist für 2013 geplant.

S7

Planung: Verlängerung der S7 nach Geretsried

Im Süden von München soll das S-Bahn-Netz auf der Linie S7 nach Wolfratshausen um circa 9 Kilometer nach Geretsried erweitert werden. Damit bekommt die Stadt Geretsried, die bisher ausschließlich mit MVV-Regionalbussen bedient wurde, einen umsteigefreien Anschluss an das attraktive Schnellbahnsystem des MVV. Die eingleisige Verlängerung hat drei neue Stationen in Gelting, Geretsried Mitte und Geretsried Süd.

Derzeit werden die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren zusammengestellt.

S8

Planung: Viergleisiger Ausbau der S8

Die S8 nach Geltendorf gehört zu den sehr stark ausgelasteten Strecken im Münchner S-Bahn-Netz. Die vorhandene zweigleisige Infrastruktur wird sowohl von der S-Bahn, den Regionalzügen als auch vom Fern- und Güterverkehr genutzt. Zur Leistungssteigerung wird derzeit geplant, die Strecke zwischen Pasing und Eichenau viergleisig auszubauen. Das wird den S-Bahn-Verkehr vom Regional-, Fern- und Güterverkehr entflechten.

Derzeit werden die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren erarbeitet.

Erdinger Ringschluss

Planung: Erdinger Ringschluss

Die Anbindung des Flughafens über die Schiene soll weiter verbessert werden. Dazu werden im Rahmen des sogenannten Erdinger Ringschlusses folgende Maßnahmenpakete geplant:

  • Viergleisiger Ausbau der Schieneninfrastruktur zwischen Freising und Neufahrn inklusive Bau der Neufahrner Gegenkurve zur direkten Anbindung des Flughafens aus Landshut.
  • Zweigleisige Verlängerung der S2 von Erding zum Flughafen mit Neubau der S-Bahn-Station Schwaigerloh und des Bahnhofes Erding Fliegerhorst. Bau der Walpertskirchner Spange für die direkte Schienenanbindung aus Südostbayern.
  • Zweigleisiger Ausbau der Strecke Erding - Markt Schwaben und viergleisiger Ausbau der Strecke Markt Schwaben - Riem inklusive Messeanbindung.


Diese Maßnahmen werden die Reisezeiten zum Flughafen auf der Schiene deutlich reduzieren:
  • Landshut von 47 auf 33 Minuten,
  • Freising von 17 (heute Bus) auf 14 Minuten,
  • Markt Schwaben von 63 auf 27 Minuten,
  • Mühldorf von 86 auf 40 Minuten,
  • Erding von 34 (heute Bus) auf 9 Minuten.

Das Projekt berührt 21 Gemeinden/Städte. Die Streckenlänge umfasst rund 75 km: davon rund 33 km Neubau, rund 42 km Ausbau und rund 1,4 km in Tunnellage. 15 Stationen sind barrierefrei umzubauen, rund 85 Straßen- oder Fuß-/Radwegunter- oder -überführungen und 15 Bahnübergänge zu überplanen.

Für den Abschnitt Freising - flughafen inkl. Neufahrner Kurve läuft derzeit das Planfeststellungsverfahren.

2. S-Bahn-Stammstrecke

Planung: 2. S-Bahn-Stammstrecke

Die Stammstrecke ist das Nadelöhr des sternenförmig ausgerichteten Münchner S-Bahn-Systems. Da dort alle S-Bahnen fahren, wird die City optimal erreicht. Durch die gegenseitige Beeinflussung der Züge auf der Stammstrecke können jedoch Unpünktlichkeiten leicht übertragen werden. Die gemeinsame Strecke stellt auch einen Engpass insbesondere bei Störungen dar. Ferner verhindert die begrenzte Kapazität der Strecke eine Ausweitung des Verkehrsangebotes.

Zur Entlastung der vorhandenen Stammstrecke wird daher der Bau einer zweiten S-Bahn-Stammstrecke geplant. Sie verläuft parallel zur vorhandenen Strecke von Laim bis zum Leuchtenbergring. Am Marienhof, Hauptbahnhof und Ostbahnhof sind neue Stationen vorgesehen. Aufgrund der dichten Bebauung im Münchner Untergrund werden die S-Bahn-Stationen in rund 40 m Tiefe errichtet. Die Oberfläche kann über Expressaufzüge und ausreichend dimensionierte Fahrtreppen schnell erreicht werden. Kurze Umsteigewege zur vorhandenen S-Bahn-Stammstrecke und zur U-Bahn sind vorgesehen. Durch die begrenzte Anzahl von Stationen auf der neuen Stammstrecke kann zwischen Pasing und Ostbahnhof eine sehr attraktive Fahrzeit angeboten werden.

Die 2. S-Bahn-Stammstrecke ermöglicht grundsätzlich auch neuartiges Express-S-Bahn-System. Dabei wird ganztags ein 15-Minuten-Grundtakt auf allen S-Bahn-Ästen angeboten. Dieser wird von Express-S-Bahnen überlagert, die im 30-Minuten-Takt nur die äußeren und aufkommensstarken Stationen auf den Außenästen des S-Bahnnetzes bedienen. Damit sind attraktive Fahrzeiten mit Fahrzeitgewinnen von bis zu 10 Minuten möglich.

Mehr Informationen finden Sie in der Broschüre "2. S-Bahn-Tunnel - Eine Investition für die Zukunft der S-Bahn München", die der MVV herausgegeben hat.

S20
S27

Planung: Sendlinger Spange

Zur Stärkung tangentialer Verbindungen ist der stufenweise Ausbau der sogenannten Sendlinger Spange vorgesehen, der Verbindung von Pasing über Heimeranplatz und Harras nach Deisenhofen. Dazu gehören folgende Maßnahmen:

  • Ertüchtigung der Gleisinfrastruktur inklusive Ausbau des Seitenbahnsteigs zum Mittelbahnsteig am Heimeranplatz.
  • Bau einer Weichenverbindungen zur Anbindung der Station Harras für die S20.
  • Bau einer neuen S-Bahn-Station in Menterschwaige mit Verknüpfung zu den Tram-Linien 15/25.

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